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Erfahrungsbericht eines Start-Up Gründers zum Vertrieb von Defibrillatoren

Der gut besuchte MIT Abend (trotz Fußball!) hatte abwechslungsreiche und interessante Themen zu bieten.

Der Geschäftsführer der Firma „mekontor GmbH & Co. KG“ Achim Schmitz stellte sein Start-Up Unternehmen vor, das Defibrillatoren vertreibt. Dabei gab er Einblick in seine Erfahrungen als Unternehmensgründer und wie ein Handelsunternehmen seine Unternehmensprozesse digital ausrichtet. Im Anschluss gab es noch einen Vortrag darüber, wie in einem Notfall mit plötzlichem Herzstillstand zu handeln ist und warum es für diesen Fall so wichtig ist einen Defibrillator zur Verfügung zu haben, um ein Menschenleben retten zu können.

Bei seiner Begrüßung durch den Vorsitzenden Alt-Bürgermeister Benno Lensdorf der MIT Duisburg stellte dieser die Wichtigkeit von Defibrillatoren im Alltag vor. Gerade in einer Zeit der Überalterung unserer Gesellschaft durch die demografische Entwicklung, gilt es, die Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren und ihnen den Einsatz dieser Geräte zu vermitteln. Viele Leben konnten bereits durch solche Geräte gerettet werden, noch mehr könnten gerettet werden, wenn die Verbreitung größer wäre und die Präsenz sichtbarer wäre.

Dieses Ziel habe sich die MIT-Duisburg nun auf die „Fahnen“ geschrieben.

Herr Achim Schmitz stellte zunächst sein junges Unternehmen vor. Er berichtete über seinen Weg vom Angestelltenverhältnis zu „seinem“ Produkt, dem Defibrillator, den er liebevoll „Rescue SAM“ nennt. Die Mission des Unternehmens ist es, im Rahmen seiner Möglichkeiten dazu beizutragen, Menschen über die Notwendigkeit der Verbreitung von Defibrillatoren zu überzeugen und vor allem durch Information und Aufklärung die Scheu abzubauen, Defibrillatoren zu verwenden!

Interessant sind die Hindernisse, die einem Start-Up-Unternehmen bei seiner Gründung in den Weg gelegt werden. Da sind einerseits die Schwierigkeiten geeignetes Personal zu erhalten sowie die Probleme beid en Behörden bis endlich nach mehr als 8 Wochen das Unternehmen seine Arbeit aufnehmen kann. Natürlich ist die Finanzierung ein großes Problem - wer gibt schon einem Start-Up-Unternehmen ohne weitere Sicherheit die entsprechenden finanziellen Ausstattungen? Nicht zu unterschätzen sind z.B. die Probleme, aufgrund von Anforderungen der Finanzbehörden Emails revisionssicher zu archivieren. Darüber hinaus ist es eine Herausforderung ein Vertriebsnetz zu entwickeln.

Besonderen Wert legt Herr Schmitz auf Alleinstellungsmerkmale seines Produktes aus Italien, für den er den Alleinvertrieb für Deutschland hat. In erster Linie steht hier die Serviceorientierung, um sich zu differenzieren. Aber auch die Ausstattung mit Zubehör stellt eine wichtige Komponente dar. Letztlich bietet das Unternehmen diverse Möglichkeiten zur Finanzierung an, u.a. auch Leasing oder Unterstützung von gemeinnützigen Organisationen z.B. durch ein Sponsoring.

Danach stellte Herr Mohamed el Yaouti, angehender Arzt, Dozent für Erste Hilfe und Mitarbeiter bei der "mekontor GmbH & Co. KG" dar, was in einem Notfall mit plötzlichen Herzstillstand zu tun ist und wie ein Defibrillator einzusetzen ist. Es kommt in diesem Fall auf jede Sekunde an, denn mit jeder Minute sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit um ca. 10-12%. Retungsdienste benötigen im günstigen Fall ca. 8-9 Minuten bis sie vor Ort sind. Daher ist ein zügiges und entschlossenes Handeln dringend notwendig: Neben dem sofortigen Ruf des Notarztes (Telefon 112 europaweit), gehören zu den ersten Schritten die Wiederbelebung (Herzmassage und Beatmung). Wenn nun ein Defibrilllator zur Verfügung steht, wird dieser mit Elektrodenpads angeschlossen und erstellt dann sofort ein EKG. Auf Grundlage des EKG stellt der Defibrillator fest, ob ein elektrischer Impuls notwendig ist, um das Herzkammerflimmern zu stoppen. Nachdem ein Schock ausgeführt wurde, muss die Herzlungen-Wiederbelebung fortgesetzt werden, bis der Notfalllpatient wieder eine organische Herzfunktion hat oder professionelle Rettungskräfte die Wiederbelebungsmaßnahmen übernehmen.

Es wurde darauf hingewiesen, dass zwar einige Punkte beim Einsatz zu beachten sind, dass jedoch das Gerät so ausgelegt ist, dass jeder Laie das Gerät bedienen kann. Durch Sprachanweisungen und optische Signale wird die Bedienung genau erklärt. Jeder konnte das mitgebrachte Trainingsgerät genauer betrachten und die Ausrüstung sowie die aufgebrachten Anweisungen ansehen.

Es folgte eine angeregte Diskussion nach der Vorstellung des simulierten Einsatzes. Aus dem Themenabend nehmen die MITler mit:

    • Es gibt noch engagierte Gründer in Duisburg und
    • jeder kann einen Defibrillator bedienen und sollte sich im Notfall auch trauen diesen einzusetzen. (eine Anleitung als PDF finden Sie >hier)
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